Tierarzt - Der Beruf
Der Beruf des Tierarztes setzt ein Hochschulstudium der Veterinärmedizin voraus.
Die Studiendauer beträgt durchschnittlich 11,5 Fachsemester. Das Studium beinhaltet
mehrere Fachpraktika, von denen das längste vier Monate dauert.
Nach der Ausbildung arbeiten Tierärzte selbständig in ihrer eigenen Praxis oder
im öffentlichen Veterinärwesen, z.B. in der Fleischbeschau in Schlachtereien
oder in der Lebensmittelkontrolle.
Die Aufgaben des niedergelassenen Tierarztes sind vielfältig. Sie diagnostizieren
und behandeln Krankheiten vieler verschiedener Tiere. Mit welchen Tieren es der
Tierarzt zu tun hat, ist allerdings davon abhängig, ob die Praxis mehr im
ländlichen oder städtischen Bereich ansässig ist.
Tierarztpraxen im ländlichen Bereich betreuen vor allem große Nutztiere. Dazu gehört
neben der Behandlung kranker Tiere auch die Geburtshilfe, Impfung und Besamung.
Der Tierarzt berät den Landwirt auch über die optimale Futterzusammensetzung und
spielt eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung und Prävention von Tierseuchen. Die
Frage der Wirtschaftlichkeit hat in der Landwirtschaft eine große Bedeutung, was der
Tierarzt bei seiner Arbeit berücksichtigen muss.
Im städtischen Bereich hat es der Tierarzt überwiegend mit Kleintieren, Hunden
und Katzen zu tun. Das Arbeitsspektrum erstreckt sich von der Entwurmung und
Zeckenentfernung über die Verabreichung von Medikamenten bis zu komplizierten
Operationen. Auch in Zoos werden Tiere krank. Kleinere Zoos arbeiten mit
niedergelassenen Tierärzten zusammen, während große Zoos mit vielen Tieren
auf fest angestellte Tierärzte angewiesen sind.
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